Die «TOP HOLZ»-Veranstaltung mit dem Titel: «Zukunft Holz: zwischen Forschung und Praxis – wie Handfestes entsteht» sowie das anschliessende Wissenschaftscafé Graubünden brachte Fachpersonen aus Forschung, Bildung und Praxis in der Aula der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz in Chur zusammen. Gemeinsam mit der ibW und CSEM stand der Anlass ganz im Zeichen der Frage, wie Innovationen entlang der gesamten Holzkette konkret umgesetzt werden können. Durch den Nachmittag führte Paul Engler, Geschäftsführer von Graubünden Holz, der die verschiedenen Themenblöcke moderierte.
Den Auftakt machte Lukas Ziegler von Raurica Wald AG. Nach seinem Einstieg zur Innovation, welche verschieden Kompetenzen verbindet, gab er Einblick in die effiziente Rundholzverwaltung mittels digitaler App-Lösungen. Dabei wurde deutlich, wie digitale Werkzeuge Prozesse vereinfachen und die Zusammenarbeit innerhalb der Holzkette verbessern können.
Thomas Koster von TechnoWood AG zeigte auf, wie sich die Firma im Toggenburg weiterentwickelte. Dabei der Fokus auf massgeschneiderten Prozesslösungen im Maschinenbau für die Unternehmen liegt, um ihre Produktionsabläufe effizienter und flexibler zu gestalten.
Mit dem Referat «Der Holzmensch und die Veränderung» beleuchtete James Cristallo von der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung im Wandel der Branche. Trotz technologischem Fortschritt bleibe eines zentral: die Haltung und das Selbstverständnis des Zimmermanns – damals wie heute. Gleichzeitig hat der Beruf weiter an Bedeutung gewonnen.
David Schmid von CSEM stellte das Innovations Netzwerk Ostschweiz (INOS) vor. Ziel des Netzwerks ist es, KMU bei Innovationsvorhaben zu unterstützen – sei es durch Beratung oder finanzielle Mitunterstützung. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.
Einen spannenden Praxisbezug lieferte Lukas Lütscher von der Nauli AG – Rund ums Holz. Er präsentierte die Brennholzproduktion sowie die Automatisierung des Verpackungsprozesses durch den Palettierroboter. Für die optimale Verpackung von Brennholzscheiten in Kartonschachteln wird weiterhin nach einer passenden Lösung gesucht. Das Beispiel zeigte eindrücklich, wie moderne Technologien bereits heute Mitarbeitende entlasten und Prozesse optimieren können.
Im anschliessenden Wissenschaftscafé begrüsste Barbara Caderas von der Academia Raetica die Gäste. Die Moderation übernahm Remi Crameri von der ibW. Per Online-Zuschaltung gab Florian Feist von der Technischen Universität Graz spannende Einblicke in aktuelle Forschungsansätze. Besonders interessant waren die Forschungsbeispiele, wo die Qualitäten von Holz als Ersatz für andere Materialien im Automobilbau aufzeigte. In der abschliessenden Gesprächsrunde diskutierten Florian Feist von der TU Graz, Matthias Höchemer von CSEM, James Cristallo von der ibW, Lukas Nütscher von der Nauli AG über die Zukunft von Holz als Werkstoff. Dabei wurde deutlich: Holz ist weit mehr als ein traditioneller Baustoff. Durch Digitalisierung, neue Fertigungstechnologien und Hightech-Anwendungen entwickelt sich Holz zunehmend zu einem strategischen Werkstoff für nachhaltige Lösungen. Im Zentrum standen dabei insbesondere die Verbindung von Forschung, Bildung und Praxis sowie die Frage, wie Innovationen erfolgreich in die Anwendung gebracht werden können.
Beim abschliessenden Apéro wurde der Austausch zwischen den Teilnehmenden weiter vertieft – ganz im Sinne von «ZusammenWachsen» für die Zukunft der Bündner Wald- und Holzwirtschaft.
Text: Graubünden Holz
Fotos: David Schmid, Barbara Caderas, Graubünden Holz













