Prix Lignum 2024
Wohnen im Mondhaus - Casa Val Trimosa

Innovativer Massivholzbau

Das Mondhaus markiert einen Wendepunkt in der modernen Architektur, indem es die Ästhetik des Rohbaus nahtlos mit der Endfertigung vereint. Die herausragenden ästhetischen Merkmale unseres Werks sind unbehandelte Oberflächen, innen und außen, die bereits im Rohbau den fertigen Zustand repräsentieren. Dies erfordert außergewöhnliche Präzision, Qualität in der Ausführung und akribische Planung bis ins kleinste Detail.

Das Gebäude besteht aus Massivholzelementen, die auf einem präzisen 5 cm Raster basieren, welches die Grundlage für alle Details der Fassade bildet. Die harmonische Integration von Geschossen und Fenstern in dieses Raster verleiht dem Bauwerk eine einzigartige Struktur.

Im Vergleich zu ähnlichen Projekten zeichnet sich unser Vorhaben durch innovative Nutzung von Massivholz aus, welches natürliche Wärmedämmung bietet und den Einsatz von zusätzlichen Dämmstoffen minimiert. Die Homogenität der Konstruktionen und die Verwendung von leimfreien Holzprodukten betonen unser Engagement für umweltfreundliches Bauen.

Die Zweckmäßigkeit des Holzwerkstoffs wird durch die Anordnung von Massivholzelementen in Brettschichten mit Verdübelung hervorgehoben. Dies ermöglicht die Nutzung von Holz in Nicht-Sichtqualität, ohne Kompromisse bei der Substanzqualität einzugehen, und fördert die Verwendung von optisch minderwertigem Holz.

Nachhaltigkeit steht im Zentrum unseres Projekts. Die ausschließliche Verwendung von einheimischem Holz und die regionale Abwicklung aller Prozesse, von der Waldwirtschaft bis zur Fertigung, demonstrieren einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Kurze Transportwege und Förderung der Kreislaufwirtschaft unterstreichen unser Engagement für Regionalität und einfaches Bauen.

Unser Projekt ist wegweisend in der Förderung der Verwendung von Holz als Baustoff. Es zeigt, wie durch gezielte Vermarktung und Aufzeigen erzielbarer Qualitäten ein Beitrag zur vermehrten Holznutzung geleistet werden kann.

Das Werk behauptet sich in einem traditionell von Holzbau geprägten Umfeld und eröffnet neue Möglichkeiten im Umgang mit der Ressource Holz. Es hat das Potenzial, die regionale Wertschöpfung in Graubünden zu steigern und die Holzbranche durch die Kombination modernster Fertigungstechniken mit traditionellem Handwerk zu innovieren.

Abschließend verfügt das Projekt über die nötige Ausstrahlung, um als vorbildliches Projekt für die Schweizer Holzbranche wahrgenommen zu werden.
Projektdetails:
Mehrfamilienhaus
Fertigstellung:
2022
Projekteingabe:
2024
Projektstandort:
Vorwiegend verwendetes Holz:
Fichte
Zusätzlich verwendetes Holz:
Lärche
Behandlung des Holzes:
naturbelassen
Bauherrschaft:
Baugesellschaft Val Trimosa c/o Einhaus ag , Chur
Architektur / Planung:
AuerArchitekten AG, Roland Auer, Chur
Ingenieur:
Küng Holzbau AG, Alpnach Dorf
Collenberg Ingenieurs S.c.r.l., Lumbrein
Ausführung Holzarbeiten:
Küng Holzbau AG, Stephan Küng, Alpnach Dorf
Schreiner:
Lindauer AG, Steinen
A. Gredig Schreinerei + Küchenbau, Sarn
Designer:
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Weitere:
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Projekt-Link:
Photos:
Sabdro Spreiter, Trin Mulin
Sandro Spreiter, Trin Mulin
Pläne: