Grossratswahlen 2026

Grossratswahlen 2026 – Graubünden Holz setzt sich für starke Stimmen im Parlament ein

Am 14. Juni 2026 wählt der Kanton Graubünden seinen Grossen Rat neu. Für die Bündner Wald- und Holzbranche sind diese Wahlen von grosser Bedeutung: Es braucht engagierte Persönlichkeiten im Kantonsparlament, die sich für die Anliegen der gesamten Bündner Holzkette – vom Wald bis zum fertigen Holzprodukt – stark machen.

Gerne stellen wir Ihnen nachfolgend eben diese Persönlichkeiten vor. Wir laden Sie herzlich ein, diese Personen besser kennenzulernen und am 14. Juni 2026 Ihre Stimme für eine starke Wald- und Holzpolitik in Graubünden abzugeben.

Wenn auch Sie sich für die Bündner Holzkette einsetzen möchten, dann melden Sie sich gerne bei uns.


Wir danken allen Kandidierenden für ihr Engagement zugunsten von Wald und Holz in Graubünden und wünschen ihnen viel Erfolg bei den Grossratswahlen 2026.

Übersicht Kandidierende

Martina Beeli Martina Beeli Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Sagogn / Ilanz / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
Landwirtin

Weitere Tätigkeiten:
VR Regionalspital Surselva AG, VR-Reit da Sanadad Surselva AG, Präsidentin Uniun da teater Sagogn, Vorstand Mitte Frauen GR

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Der Wald ist für mich ein Erholungsort, gibt Schutz und liefert ein wunderbarer Rohstoff. Ein Spaziergang durch den Wald ist die beste Medizin. Die frische, saubere Luft, welche dem Körper die Energie im Alltag gibt und die Ruhe und Stille, welche mich vom Stress befreit und Ausgeglichenheit schenkt. Bei uns ist der Wald ein grosser Schutz vor Lawinen und Steinschlag, bietet Sicherheit für die Bevölkerung und den Tourismus. Holz gibt Wärme, Gefühl von Geborgenheit und der Geruch ist einmalig.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Mit der Strategie der Bündner Holzkette sind wir auf den richtigen Weg. Es ist wichtig, dass die verschiedenen Akteurinnen und Akteure sind mit dem Wald und Holzwirtschaft vernetzen. Den einheimischen Rohstoff Holz selbst nutzen und weiterverarbeiten, denn so bleibt die zusätzliche Wertschöpfung im Kanton und durch das Unterlassen von unnötigen Transporten wird das Klima geschont.
Claudia Bieler Claudia Bieler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Davos Glaris / Davos / SP Graubünden

Beruf / aktuelle Anstellung:
Forstingenieurin ETH; Landrätin Gemeinde Davos

Weitere Tätigkeiten:
SELVA Vorstand

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Als Forstingenieurin arbeitete ich während einiger Jahre im und mit dem Wald. Diese Zeit hat mich auf verschiedenen Ebenen positiv geprägt. Genauso wie die vielfältigen Funktionen der Wälder das Leben in unserem Kanton prägen. Die Schutzwälder ermöglichen nachhaltig sichere Verbindungen und geschützte Siedlungsgebiete. Der Wald liefert Holz als wichtigen Rohstoff für die Bau-, Möbel und Energiebranchen und ermöglicht innovative Entwicklungen. Wälder prägen unsere wunderschöne Landschaft und ermöglicht neben gesicherten Arbeitsplätzen auch die Erholung für Einheimische und Gäste in der Natur. Im Wald fühle ich mich einfach wohl!

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Wir müssen in der Gesellschaft die Wichtigkeit der natürlichen Waldfunktionen verankern und weiterhin motivierte Fachkräfte ausbilden, die unseren Wald bewirtschaften und das Holz verarbeiten. Das grosse Potential des Bündner Holzes muss im Kanton Graubünden genutzt werden, dazu sind in der Politik und in der gesamten Branche innovative und mutige Entscheidungen notwendig.
Annemarie Bühler Annemarie Bühler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Scharans / Domleschg / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
Forstingenieurin ETH, Geschäftsfeldentwicklung beim Naturpark Beverin, Wergenstein

Weitere Tätigkeiten:
Gemeindevorstand Scharans: Fachvorsteherin Ressort Wald / Forstrevier Innerdomleschg, Vorstand Genossenschaft Dorfmarkt Scharans, OK Domleschger Lauf, Mitglied Schweizer Korps für Humanitäre Hilfe des EDA

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Als junge Forstingenieurin arbeitete ich bei Schilliger Holz in der Holzindustrie. Danach war ich im Naturgefahrenmanagement in der Schweiz und im Ausland tätig. In Graubünden arbeitete ich sechs Jahre an Revitalisierungen, Umweltprojekten und damit auch mit Fragen der Walderhaltung und Waldökologie. Seit 2023 bin ich Waldfachchefin der Gemeinde Scharans und vertrete die Gemeinde als Waldeigentümerin im Forstrevier Innerdomleschg. Themen wie Schutzwaldpflege, Holznutzung, nachhaltige Waldentwicklung und Betriebsstrukturen im Forst prägen dabei meine Arbeit.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
In der regionalen Standortentwicklungsstrategie Viamala ist die Förderung der Wertschöpfungskette Holz als Priorität verankert. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass solche Projekte der Holzbranche umgesetzt werden können und der Holzfluss bzw. die Zusammenarbeit zwischen Waldeigentümern und lokaler holzverarbeitender Industrie gestärkt wird. Wichtig sind mir zudem gute politische Rahmenbedingungen für die Pflege unserer Schutzwälder sowie der Dialog zwischen Wald, Jägerschaft und Bevölkerung, damit ökologische, wirtschaftliche und Schutzfunktionen des Waldes je nach Vorrang berücksichtigt werden können.
Mario Denoth Mario Denoth Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Ramosch / Ramosch / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
Förster

Weitere Tätigkeiten:
Präsident Förderverein RPN, Leiter J+S

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Den Schutzwald nachhaltig sichern – für Sicherheit vor Naturgefahren. Holz regional verarbeiten und die Wertschöpfung in der Region halten.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Indem wir gemeinsam Bündner Holz in Graubünden zu hochwertigen Produkten verarbeiten und so die Wertschöpfung im Kanton halten und stärken.
Riet Denoth Riet Denoth Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Zernez / Sur Tasna / SVP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Förster, Technischer Leiter bei der Gemeinde Zernez

Weitere Tätigkeiten:
div. Vereine, ehemaliges Vorstandsmitglied und Gemeindepräsident der Gemeinde Zernez

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Ich bin in Zernez verwurzelt und fühle mich stark mit unserer Natur und dem Wald verbunden. Als Jäger und Förster ist der Wald für mich nicht nur Lebensraum, sondern auch Verantwortung und Arbeitsplatz. Er bedeutet für mich Erholung, aber auch nachhaltige Nutzung und Schutz zugleich.
Durch meine frühere Tätigkeit als Leiter einer Sägerei habe ich zudem einen direkten Bezug zur Holzwirtschaft und zur Wertschöpfungskette unseres regionalen Rohstoffs Holz. Diese Erfahrungen haben meine Haltung geprägt: Der Wald ist ein wichtiger Teil unserer Identität, unserer Wirtschaft und unserer Lebensqualität.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Zentral ist eine stärkere regionale Wertschöpfung. Holz aus unseren Wäldern sollte möglichst in der Region/Kanton verarbeitet werden, vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Das stärkt Arbeitsplätze und reduziert Transportwege und schützt die Umwelt. Ebenso wichtig ist die Förderung der Holznutzung im Bauwesen. Holz als regionaler, klimafreundlicher Baustoff sollte bei Bauprojekten konsequent berücksichtigt, und gefördert werden. Insgesamt braucht es eine klare Strategie, die Wirtschaft, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung miteinander vereint.
Urs Fliri Urs Fliri Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Latsch / Bergün Filisur / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
Förster / Revier- und Betriebsleiter Forst Albula

Weitere Tätigkeiten:
SELVA Verband der Waldeigentümer Graubünden, Mitglied Arbeitsgruppe Wald-Wild Schweizer Forstverein

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Mein Interesse zur Nachhaltigkeit, meine Verbundenheit zur Natur und insbesondere mit dem Wald, sowie den herrschenden Naturgefahren, meine Berufsumgebung (Holz als wertvolles und nachhaltiges Produkt aus der unabdingbaren Waldpflege), Holz als Zeichen für Nachhaltigkeit, Wald und Holz mit hoher Bedeutung für eine positive Lenkung des Klimawandels und „Wald & Holz verbindet Menschen“.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Wertschöpfungspotential des Bündner Holzes erklären, das premium Produkt Bündner Holz muss jeder kennen, es ist nachhaltig und trägt zum Klimaschutz bei, Holz hat sehr viele Vorzüge, Holz muss stärker bei öffentlichen Beschaffungen eingesetzt werden, Tourismus und Holz verknüpfen z. B: als Identitätselement in Infrastrukturen (Hotels, Bergbahnen, Touristische Einrichtungen usw.) und Wald ist ein wichtiges Element unserer Landschaft.
Peter Flütsch Peter Flütsch Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Splügen / Rheinwald / FDP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Schreiner / Geschäftsführer

Weitere Tätigkeiten:
Präsident von Graubünden Holz

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Einerseits meine berufliche Tätigkeit, seit dem Lehrbeginn ist Holz stets präsent. Fichte, Lärche und zuerst noch Föhre und auch Arve haben wir in Allgemeinen Schreinerarbeiten wie Türen, Täfer, Böden, Möbel und Schrank- und Küchenfronten verarbeitet. Bereits mit 32 Jahren habe ich das „Waldfach“ im Gemeindevorstand in Splügen übernommen. Dabei auch die Zeiten des Preiszerfalls beim Rundholz nahe miterlebt. Mit dieser Tätigkeit ist mir auch der enorme Export von Rundholz bewusst geworden.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Einerseits mit der konsequenten Nutzung von Bündner Holz aus den Regionen von den örtlichen, meist kleinen Sägereien eingeschnitten und vom Schreiner/ Zimmermann/ Handel und Privatpersonen bezogen und verbaut werden. Auf der anderen Seite braucht es eine kleine Anzahl leistungsfähiger Sägereien, die Halbfabrikate und Leimholzfabrikate in Graubünden produzieren und damit den Export deutlich mindern und die Wertschöpfung in Graubünden deutlich steigern.
Nina Gansner Nina Gansner Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Seewis i.P. / Seewis / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
dipl. Forsting. ETH / Redaktion Zeitschrift «Schweizer Jäger»

Weitere Tätigkeiten:
Grossrätin, Präsidentin PLD Forst GmbH, Vorstandsmitglied Wald-Klimaschutz Schweiz

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Ich bin gerne im Wald – er ist für mich Arbeitsort und Kraftquelle zugleich. Als diplomierte Forstingenieurin ETH bin ich beruflich im Wald und mit dem Werkstoff Holz tief verwurzelt. Erfahrungen aus Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Unternehmertum prägen mein politisches Engagement als Grossrätin: Ich setze mich ein für eine tannengrüne Allianz, für wirksamen Klimaschutz mit dem Wald und für ein verantwortungsvolles Miteinander von Wald, Wild, Holznutzung und Gesellschaft.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Die Wald- und Holzbranche kann nur weiterentwickelt werden, indem wir (endlich) die gesamte Wertschöpfungskette stärken: vom klimaresilienten Wald über eine leistungsfähige Bewirtschaftung bis zur regionalen Holzverwendung. Entscheidend sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, Innovation, Ausbildung und Zusammenarbeit. Wald und Holz sind Teil der Lösung für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit – wenn wir Nutzung, Schutz und Verantwortung gemeinsam denken.
Severin Geisseler Severin Geisseler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Untervaz / Fünf Dörfer / Die Mitte

Beruf / aktuelle Anstellung:
Kommunikations- und Strategieberater

Weitere Tätigkeiten:
Vorstand Die Mitte Untervaz, Vize-Präsident SC Untervaz, Vorstand ibW Höhere Fachschule Südostschweiz

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Als gelernter Schreiner habe ich schon früh den Werkstoff Holz zu verarbeiten und schätzen gelernt. Aber auch im Wald fühle ich mich – wie kaum an einem anderen Ort – geerdet und angekommen.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Gemeinsam die Lücken schliessen und die Wertschöpfung im Kanton Graubünden ausbauen.
Walter Grass Walter Grass Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Urmein / Thusis / SVP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Landwirt

Weitere Tätigkeiten:
Skischulleiter Skischule Tschappina / Vorstand Bündner Bauernverband

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Als Landwirt bin ich auch Waldbesitzer und mit der Waldpflege vertraut. Zudem kenne ich die als langjähriger Gemeindepräsident die Aufgaben und Herausforderungen der Wald- und Holzbranche bestens.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Wichtig ist eine gute Vernetzung und Kommunikation der verschiedenen Akteure, da ist sicher noch Potenzial vorhanden. Die politische Arbeit mit der parlamentarischen Gruppe Wald und Holz funktioniert gut, aber aus meiner Sicht sollten die Anliegen der Brache bei den Gemeinden und Regionen verstärkt eingebracht werden.
Simon Gredig Simon Gredig Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Chur / Chur / Grüne Graubünden

Beruf / aktuelle Anstellung:
Stadtrat Chur

Weitere Tätigkeiten:
Vorstand SELVA

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Ich habe Wald und Landschaftsmanagement an der ETH Zürich studiert und bin seither begeistert vom Wald. Zwei Sommer auf der Bünder Waldinventur haben mich die spannende Vielfalt im Bündner Wald gelehrt. Ich bin selber Teilhaber einer Privatwaldkorporation und regelmässig am Holzen. Das ist ein schöner Ausgleich zum Büroalltag und bietet Raum für spannende waldbauliche Experimente. Auch im Grossen Rat werde ich mich weiterhin für den Bündner Wald einsetzen.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Der Bündner Wald braucht dringend eine bessere Abstimmung mit dem Wildtiermanagement und der Freizeitnutzung. Wenn wir so weitermachen wie in den letzten Jahrzehnten, müssen wir immer noch mehr Geld für den Erhalt unserer Schutzwälder investieren. Unsere Schutzwälder sind zu wichtig, um sie Einzelinteressen von Jagd und Tourismus unterzuordnen. Für die Holzbranche ist ein Sägewerk mit zweiter Verarbeitungsstufe zentral – ein solchen gehört in den Kanton Graubünden!
Roman Hassler Roman Hassler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Donat / Schams / Die Mitte GR

Beruf / aktuelle Anstellung:
Meisterlandwirt/ Betriebsleiter

Weitere Tätigkeiten:
Gemeindevorstand Muntogna da Schons, Vorstand Naturpark Beverin, OK Transviamala/Transruinaulta

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Durch meine vergangenen und aktuellen Tätigkeiten als Präsident der Korporation Bergschaft Schams, als Mitglied der Betriebskommission Forst-Werk Zillis Schamserberg sowie als Waldvorsteher der Gemeinde Muntogna da Schons bin ich schon seit bald 20 Jahren mit dem Thema Wald und Holz verbunden. Der Wald in unserer Gemeinde übernimmt zu einem grossen Teil eine sehr wichtige Funktion als Schutzwald, zum anderen aber auch als Naherholungsraum und natürlich als Rohstofflieferant.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Die Wald- und Holzbranche im Kanton Graubünden kann sich durch eine stärkere regionale Verarbeitung, innovative Holzbauprojekte und eine konsequente Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln. Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sowie die nachhaltige Nutzung von Holz als Bau- und Energierohstoff stärken die Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Zukunftsperspektiven welche auch Nachhaltig sind.
Martin Kreiliger Martin Kreiliger Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Disentis/Mustér / Disentis / SP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Forstingenieur ETH, Ökonom, Bergführer / Geschäftsführer Bergwaldprojekt

Weitere Tätigkeiten:
Vorstand SELVA, Verwaltungsrat Bergbahnen Disentis AG

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Die Bedeutung der Waldleistungen – insbesondere der Schutz vor Naturgefahren und die Holzernte – beeindruckt mich. Das generationenübergreifende Denken angesichts eines Baumalters fasziniert mich. Die Herausforderungen für den Wald angesichts des Klimawandels verpflichten mich ebenso zum Engagement, wie die Tatsache, dass wir mit dem einheimischen Holz den idealen CO2-speichernden Baustoff haben. Dies als Beruf zu leben und in die Politik einzubringen, motiviert mich.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Es zeichnen sich zwei Bereiche ab: Auf der ökologischen Seite gilt es, einen naturnahen Waldbau für einen vielfältigen, stabilen, klimafitten Bergwald zu betreiben. Dabei müssen endlich und dringend die Wildschäden minimiert und die Wildbestände angepasst werden. In wirtschaftlicher Sicht braucht es eine konsequente Förderung des einheimischen Holzes durch Verwendung bei öffentlichen Aufträgen und Schliessung der Wertschöpfungskette vom Wald zum fertigen Holzprodukt. Zudem müssen die Schutzleistungen des Waldes angemessen abgegolten werden.
Gabriela Menghini-Inauen Gabriela Menghini-Inauen Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Li Curt / Poschiavo / SVP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Enterprise Risk Manager

Weitere Tätigkeiten:
Präsidentin Kommission Bildung und Kultur; Mitglied Verwaltungskommission SVA Graubünden, Gemeinderätin

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Der Bündner Wald ist für mich Erholungsraum, Lebensgrundlage und Teil unserer Identität. Ich nehme den Wald als Ort der Ruhe, aber auch als Arbeitsplatz vieler Menschen in unserer Region wahr. Holz steht für Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung. Diese Verbindung prägt mein Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Wir müssen die gesamte Wertschöpfungskette stärken – vom Wald bis zum fertigen Produkt. Dazu gehören Innovation, moderne Verarbeitung und Holzbau in der Region. Gleichzeitig braucht es gute Rahmenbedingungen für Betriebe und Fachkräfte. Regionales Holz soll stärker genutzt werden – das schafft Arbeitsplätze und hält die Wertschöpfung in Graubünden.
Thomas Roffler Thomas Roffler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Grüsch / Kreis Schiers / SVP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Landwirt

Weitere Tätigkeiten:
Präsident Bündner Bauernverband / Grossrat

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Ich bin Privatwaldbesitzer und zuständiger Gemeindevorstand von Grüsch für Land- und Alpwirtschaft und habe so viele Schnittstellen und Kontakte mit der Forstwirtschaft, auch in Bezug auf Landschaftsqualität und Biodiversität.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Indem wir politisch gute Rahmenbedingungen schaffen für die Wald- und Holzbranche. Hier ist insbesondere unser Kantonsparlament, der Grosse Rat, gefordert, die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, die eine Weiterentwicklung der Wald- und Holzbranche positiv beeinflussen. Weiter ist es wichtig, dass das Interesse bei den Privatwaldbesitzern sowie den Gemeinden gestärkt wird, zu Gunsten von Wald und Holz.
Vera Stiffler Vera Stiffler Wohnort / Wahlkreis / Partei:
Chur / Chur / FDP

Beruf / aktuelle Anstellung:
Managing Partner bei einer Bündner Unternehmensberatung

Weitere Tätigkeiten:
Verwaltungsrätin Rhätische Bahn AG, HEW Bauunternehmung AG, soul.media ag

Was verbindet mich mit Wald und Holz:
Wald und Holz sind für mich mehr als Rohstoff, nämlich Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und Klimaschutz zugleich. Im Grossen Rat und als Managing Partner einer Bündner Beratungsfirma im alpinen Raum setze ich mich seit Jahren für die Holzwirtschaft ein und begleite Transformationsprojekte.

Wie können wir die Bündner Wald- und Holzbranche weiterentwickeln:
Indem wir den Wertschöpfungskreislauf Holz schliessen: ich wünsche mir mehr regionale Wertschöpfung und neue Kooperationsansätze entlang der Holzkette. Bündner Holz soll gezielt für Zukunftsthemen positioniert werden. Wald & Holz sollten fester Bestandteil des Bündner Green Deal sein.