Jahrestreffen der Parlamentarischen Gruppe Wald und Holz 2026 – Die Bündner Holzkette im Fokus
Am Freitag, 28. August 2026, trafen sich 35 Grossrätinnen und Grossräte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bündner Holzkette zum Jahrestreffen der Parlamentarischen Gruppe Wald und Holz über Mittag im B12 in Chur. Unter dem Motto «Bündner Holzkette» standen die Übergabe des Präsidiums sowie aktuelle Entwicklungen rund um Wald und Holz im Kanton Graubünden im Mittelpunkt des Anlasses.
Begrüssung und Grusswort
Nach der Begrüssung durch Marcel Lerch, Präsident von Graubünden Holz, richtete Regierungsrätin Dr. Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, ein engagiertes Grusswort an die Anwesenden. Sie beleuchtete drei aktuelle Schwerpunktthemen im Bereich Wald und Holz: den aussergewöhnlichen Hitzesommer 2026 und seine Auswirkungen auf die Bündner Wälder, die Strategie «Lebensraum Wald-Wild 2021» zur Reduktion des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung sowie die Bedeutung einer starken Bündner Holzkette. Sie betonte, dass Graubünden Holz dabei als zentraler Player eine wichtige Rolle spiele und die regionale Wertschöpfung durch eine gestärkte Holzkette deutlich erhöht werden könne.
Übergabe des Präsidiums
Ein besonderer Moment des Jahrestreffens war die Übergabe des Präsidiums der Parlamentarischen Gruppe Wald und Holz. Kenneth Danuser, bisheriger Präsident, übergab das Amt an seinen Nachfolger Peter Flütsch. Die Übergabe war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und anerkennenden Worten. Kenneth Danuser wurde für seinen Einsatz herzlich verdankt. Peter Flütsch übernimmt das Präsidium mit dem Ziel, den Dialog zwischen Politik und der Wald- und Holzbranche weiter zu stärken.
Wo steht die Bündner Holzkette heute?
Geschäftsführer Paul Engler präsentierte den aktuellen Stand der Bündner Holzkette. Graubünden Holz zählte an der Generalversammlung im Juni 141 Mitglieder aus allen Bereichen der Wald- und Holzbranche. Holz boomt – als nachwachsender Baustoff überzeugt er durch geringes Gewicht bei hoher Festigkeit, kurze Bauzeiten, CO2-Bindung und lokale Verfügbarkeit. Besonders in Graubünden bietet Holz enormes Potenzial.
Gleichzeitig steht die Branche vor Herausforderungen: Der Fachkräftemangel ist spürbar und der Klimawandel stellt den Waldbau vor neue Fragen. Ein grosser Teil des Bündner Holzes verlässt den Kanton noch ohne nennenswerte Wertschöpfung. Die Strategie Wald- und Holzwirtschaft GR 2030 zeigt auf, wie sich alle verschiedenen Projekte im Kanton einordnen und entwickeln können.
Die Parlamentarische Gruppe ein Glied der Holzkette?
Ein zentrales Thema des Anlasses war die Frage, welche Rolle die Parlamentarische Gruppe Wald und Holz in der Bündner Holzkette einnimmt. In einem moderierten Gespräch gaben Peter Flütsch und Marcel Lerch Antworten. Die Politik ist kein klassisches Kettenglied und dennoch haben politische Entscheidungen einen direkten Einfluss auf die gesamte Holzkette. Ob sich die Bündner Holzkette entwickelt, hängt massgebend von den politischen Rahmenbedingungen ab. Politikerinnen und Politiker mit Interesse, Neugier und dem gezielten Einsatz für einheimisches Holz können einen wertvollen Beitrag leisten. Als Vorbilder wurden zwei Leuchtturmprojekte genannt: das neue Fachhochschulzentrum Graubünden sowie das «Haus Äbi» in Splügen. Bei beiden stand am Anfang der politische Wille, einheimisches Holz konsequent einzusetzen.
Gemeinsames Foto und Abschluss
Den Abschluss des Jahrestreffens bildete das gemeinsame Gruppenfoto mit der Arven-Holzkette, welches den Zusammenhalt symbolisiert. Als Erinnerung an den Anlass erhielten alle Teilnehmenden eine kleine Geschenktüte von Graubünden Holz. Der gelungene Anlass hat gezeigt, dass der Austausch zwischen Politik und Holzbranche wertvoll ist.
Fotos: Dani Ammann Photography



























