An der ordentlichen Generalversammlung vom 4. Juni 2026 an der Fachhochschule Graubünden in Chur wählten die stimmberechtigten Mitglieder Marcel Lerch einstimmig zum neuen Präsidenten von Graubünden Holz. Er folgt auf Peter Flütsch, der nach rund sechs erfolgreichen Jahren sein Amt abgibt. 70 Personen nahmen an der Generalversammlung mit anschliessendem Referat des Kantonsbaumeisters Andreas Kohne und Besichtigung der Baustelle des neuen Fachhochschulzentrums Graubünden teil.
Den Auftakt bildeten Grussworte von Stadtrat und Forstingenieur Simon Gredig, der die Grüsse der Stadt Chur überbrachte und sich als überzeugter «Hölziger» zu den Zielen von Graubünden Holz bekannte. Bürgermeisterin und Grossrätin Andrea Thür-Suter würdigte die Verantwortung der Bürgergemeinde Chur als bedeutende Waldbesitzerin und wünschte Graubünden Holz gesundes und kräftiges Wachstum. Regierungsrätin Dr. Carmelia Maissen betonte die Bedeutung von Wald und Holz für den Kanton. Sie zitierte den sechsten Punkt der Charta 2030 und betonte: Die Bündner Holzkette habe in den letzten Jahren Schwung aufgenommen – diesen gelte es zu erhalten. Graubünden Holz spiele dabei als Sprachrohr der Branche eine zentrale Rolle. Sie bekräftigte das Bekenntnis des Kantons zu Graubünden Holz und hob die vier Ziele der Leistungsvereinbarung als Grundlage der gemeinsamen Partnerschaft hervor.
Im ordentlichen und statutarischen Teil ging die Versammlung reibungslos über die Bühne. Die Jahresrechnung 2025, die erfreulich mit einem Gewinn abschloss, wurde einstimmig genehmigt. Präsident Peter Flütsch verabschiedete Marcel Lerch aus seiner Rolle als Geschäftsführer, welche er offiziell Ende Januar 2026 abgeschlossen hatte. In seiner viereinhalbjährigen Tätigkeit hatte Marcel Lerch die Bündner Holzkette massgeblich geprägt und mit Projekten wie der neuen «Holz futuro 2023+» sowie dem neuen Mitgliedschaftskonzept wichtige Weichen für den Dachverband gestellt. In seiner Dankesrede würdigte er den grossartigen Einsatz voller Herzblut, denn Graubünden Holz sei immer bekannter geworden und die «Hölzige Community» kontinuierlich gewachsen.
In Globo für die nächste dreijährige Amtsperiode wiedergewählt wurden die drei Vorstandsmitglieder Alain Schmid, Delegierter SELVA Verband der Waldeigentümer Graubünden, Domenic Mani, Delegierter Holzbau Schweiz Sektion Graubünden und Domenic Lanicca, Delegierter Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Graubündens. Zudem stimmte die Versammlung den beantragten Statutenanpassungen zu.
Peter Flütsch trat nach zwei Amtsperioden und knapp sechs Jahren als Präsident nicht mehr zur Wiederwahl an. Nach intensiver Suche schlug der Vorstand Marcel Lerch als Nachfolger zur Wahl vor, überzeugt, dass er mit seinem Wissen und Netzwerk ein starker Nachfolger sei. Die stimmberechtigten Mitglieder wählten Marcel Lerch einstimmig zum neuen Präsidenten. Marcel Lerch nahm das Amt mit Respekt und vor allem grosser Motivation an: «Unsere Branche steht vor grossen Herausforderungen und Chancen. Zusammen mit dem Vorstand, der Geschäftsstelle und unseren Partnern werde ich mich dafür einsetzen – mit ganzem Herzen.»
Der Geschäftsführer Paul Engler informierte, dass Graubünden Holz heute 142 Mitglieder aus allen Bereichen der Wald- und Holzbranche Graubündens zählt. Er betonte die Wichtigkeit des gemeinsamen «Midänand» als Grundlage für eine starke Bündner Holzkette.
Vizepräsident James Cristallo würdigte die sechsjährige Amtszeit von Peter Flütsch mit persönlichen Worten und vier Bildern, die seinen Weg als Präsident von Graubünden Holz prägten. Seit seiner Wahl in Splügen im September 2020 hatte Flütsch in einer anspruchsvollen Zeit die strategische Leitung übernommen. In den folgenden Jahren begleitete er den Übergang der Geschäftsführung, die Erneuerung der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton sowie die Neuausrichtung des Verbandes. Unter seiner Führung sei Graubünden Holz wesentlich geprägt und weiterentwickelt worden. Der Vorstand dankte Peter Flütsch herzlich für seinen gesamten Einsatz und überreichte ihm ein Geschenk als Zeichen der Wertschätzung.
Bevor das Rahmenprogramm startete, wurde das bald schon obligatorische Foto der «Hölzigen Community» mit der Arvenholzkette im Grünen geschossen. Kantonsbaumeister Andreas Kohne referierte über das Bauprojekt vom neuen Fachhochschulzentrum Graubünden, welches in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Anhand von Plänen und Visualisierungen zeigte er die Komplexität dieses Bauwerkes auf. Mit einem Investitionsvolumen von 178 Millionen Franken und einer Geschossfläche von rund 33’000 Quadratmetern entsteht auf dem Areal an der Pulvermühle in Chur ein moderner Campus für bis zu 1’700 Studierende und 300 Mitarbeitende. Nachhaltigkeit steht dabei im Zentrum: Das Gebäude setzt auf Kompaktheit, Solarenergie und eine konsequente Minimierung des CO2-Verbrauchs. Herzstück des Holzbaus sind rund 3’000 Kubikmeter Rundholz aus 33 Bündner Gemeinden, das über acht regionale Sägereien zu 5’500 Balken für die Holz-Beton-Verbunddecken verarbeitet wurden. Bei der aktuellen Montagearbeiten zeigt sich wie das effiziente System zu einem raschen Fortschritt auf der Baustelle führt.
Im Anschluss besichtigten die Teilnehmenden in zwei Gruppen die Baustelle und erlebten die Grösse des Baus aus luftiger Höhe und sahen die imposanten Vollholzbalken aus nächster Nähe. Ein gemeinsamer Apéro im Foyer der FHGR rundete den gelungenen Anlass ab.
Fotos: Dani Ammann Photography





























