Projekte

Sommeratelier

Teilnahme:
Prix Lignum 2021
Projektstandort:
7029 Peist
Fertigstellung:
2021
Art der Holzanwendung:
naturbelassen
Projektträger / Bauherrschaft:
Pöyry Schweiz AG, Katharina Trachsler und Michael Illien, Peist
Architektur / Planung:
ANDREAS EGGER Büro für Architektur und Bauberatung, Andreas Egger, Chur;
Ausführung Holzarbeiten:
Ruwa Holzbau, Ruedi Walli, Küblis;

[B]Ersatzneubau Sommeratelier[/B]

Eine Neuinterpretation des historischen Holzstrickbaus. Mit lediglich drei Dimensionen von sägerohen und unbehandelten Kanthölzern wurde die gesamte Holzkonstruktion erstellt. Die Einfachheit der Konstruktion steht im Vordergrund, soll sicht- und erkennbar sein. Die gewählte Bauweise soll damit einen wichtigen Beitrag zum Ort Peist, dem Bild des historisch gewachsenen und ländlichen geprägten bündner Bergdorfes, im Schanfigg leisten.

Gedanken zu Holz und Stein. Oder, wo "Einfaches" gebaut wurde, liefert die Geschichte des Einfachen die architektonischen Motive. (M. Fröhlich) Beim Holzbau gilt die Behauptung, dass zwischen Form und Material die Beziehung zwischen Form und Materialität besonders intensiv spielt, ja geradezu zwingend wird. Bei keinem anderen Material prägen die klaren Gesetzmässigkeiten, die einer Holzbauweise zu Grunde liegen, derart die Gesamterscheinung und die Form ihrer Teile. Der traditionell geprägte Holzbau baut auf den gefügten Balken auf. Dabei nimmt die Strickbauweise eine im Alpenraum historisch stark verbreitete Konstruktionsform ein. So war auch der Vorgängerbau ein Holzstrickbau. Ein marodes Ökonomiegebäude, das in der Folge des landwirtschaftlichen Strukturwandels nicht mehr genutzt werden konnte und so dem Verfall preisgegeben wurde. Viele dieser nichtgenutzten Stallgebäude befinden sich inmitten eines Ortes und tragen einen wesentlichen Teil zum ländlich geprägten Ortsbild bei. Mit dem architektonischen Entwurf wurde versucht, das Einfache dieser Konstruktionsweise zu erfassen. So wurden z.B. lediglich drei Dimensionen von Kanthölzern verwendet und das gesamte Konstruktionsholz wurde sägeroh verarbeitet. Das marode Stallgebäude bestand aus zwei Arten von Holzstrickbau. Das Erdgeschoss in geschlossener Strickbauweise als Tierstall genutzt, das Obergeschoss in offener Strickbauweise als Heulager genutzt. Die Neuinterpretation dieser Bauweise greift beide dieser Arten des Strickbaus auf und versucht mit den sägeroh verarbeiteten Massivholzbalken eine zeitgemässe Antwort auf die traditionelle Holzbauweise zu finden und damit einen wichtigen Beitrag zum Ort Peist, dem Bild des historisch gewachsenen, ländlich geprägten bündner Bergdorfes beizutragen.
Datenblatt (PDF 4.18 MB)

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