Sonderpreis «HOLZhandwerk 2012» / PRIX LIGNUM 2012

Graubünden Holz Sonderpreis «HOLZhandwerk 2012»

Graubünden Holz, die Dachorganisation der Bündner Wald- und Holzwirtschaft, schrieb zusammen mit dem gesamtschweizerischen Prix Lignum 2012 den Spezialpreis „Graubünden Holz Sonderpreis HOLZhandwerk 2012“ aus. Aus allen beim Prix Lignum eingereichten Bündner Projekten/Objekten wurde der Sonderpreis «HOLZhandwerk 2012» gekürt.
 
Eine ausgewählte Jury hat gemäss vorgegebener Bewertungskriterien aus 51 eingereichten Projekten aus Graubünden, 2 Auszeichnungen in der Kategorie "Produzieren und Werken", 2 Auszeichnungen in der Kategorie "Wohnen und Leben", sowie in beiden Kategorien zusätzlich jeweils eine nennenswerte Anerkennung vergeben. Am Freitag, 28. September 2012 in der Furnierhalle der Holzwerkstoffe Gfeller AG fand die Preisverleihung statt.
 
ReglementGR_Sonderpreis2012.pdf
 
Das Projekt wurde unterstsützt durch den Beitragsfonds der Graubündner Kantonalbank sowie die Firma Holzwerkstoffe Gfeller AG, Landquart
 

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Auszeichnungen «Produzieren und Werken»

Bäckerei Merz, Chur

Bauherrschaft:Merz Gruppe
Architektur: Clavuot dipl. Architekt ETH, Chur
Holzbau: Holzbau AG H.P. Tscharner, Schiers
 
 

Bäckerei Merz, Chur_01.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Das Gebäude steht auf einer mehrfach geknickten Parzelle in der Industriezone in Chur – an der Strasse zur Autobahneinfahrt. Die Bauten in der Umgebung sind durch typische Merkmale des kostengünstigen Industriebaues charakterisiert. Hätten wir eine ähnliche Sprache für den Neubau der Bäckerei gewählt, wäre der Eindruck der industriell vorgefertigten Produkte entstanden: eine falsche Assoziation. Die Bauform und die Materialwahl musste anders gewählt werden: Ausdruck von Handarbeit, Natürlichkeit und Offenheit, Qualität. mehr
 

 

 

Forst- / Werkhof Crest Ault, Bonaduz

Bauherrschaft: Gemeinden Bonaduz und Rhäzüns
Architektur: Hemmi & Vasella, Chur; Norbert Mathis, Trin
Ingenieur: Walter Bieler, Bonaduz
 

Forst_Werkhof Crest Ault, Bonaduz_02.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Der Neubau der Gemeindebetriebe Crest Ault ist im Gebiet Ratiras, der Ebene zwischen Bonaduz und Rhäzüns situiert und bietet Raum für die Forst- und Werkbetriebe sowie die Feuerwehr beider Gemeinden. Die Konzeption der grosszügigen Anlage beruht auf optimierten funktionalen Abläufen und reagiert städtebaulich auf die Offenheit und Weite der Landschaft. Das Hauptgebäude, ein markanter, quer zur Kantonsstrasse stehender Gebäuderiegel beinhaltet unter einem Dach aufgereiht die Forst-, Werk- und Feuerwehrbetriebe. mehr
 

 


 

Auszeichnungen «Wohnen und Leben»

Dementenhaus Verbena, Zizers

Bauherrschaft: Casa Fiora SA, Zizers
Architektur: Cangemi und Tettamanti, Chur
Ingenieur: Conzett Bronzini Gartmann, Chur
Holzbau: Gebr. Möhr, Maienfeld
 

Neubau Dementenhaus Verbena, Zizers_01.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Der Neubau wird pavillonartig, auf einem Sockel stehend, in die Gartenlandschaft positioniert. Durch die Fortführung des Zuganges zum Hauptgebäude Malva, gelangt man direkt zum Haupteingang des neuen Pavillons, das Dementenhaus. Von da aus geht der Weg weiter und schliesst den Kreislauf vor dem Aussenbereich des Wintergartens. mehr
 

 

 

Jugendherberge, St. Moritz

Bauherrschaft: Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus, Zürich
Architektur: Bosch & Heim Architekten, Chur
Ingenieur: Placido Pérez, Bonaduz
Holzbau: Uffer Holz AG, Savognin
 

Sanierung und Erweiterung Jugendherberge, St. Moritz_03.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Die 1977 gebaute Jugendherberge bedurfte seit Jahren einer Sanierung. Die schadhafte und optisch bedenkliche Fassade, das undichte Flachdach und die überalterte Heizung führten dazu, dass die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus als Eigentümerin eine Sanierung der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik in Auftrag gegeben hat. Durch die bauliche Erweiterung und Sanierung der Gebäudehülle wird das Gebäude volumetrisch neu gefasst. Das ehemals stark gegliederte Gebäude erfährt durch diese Umformung eine Beruhigung in der Oberfläche und gewinnt an Prägnanz im Ausdruck. mehr
 

 


 

Anerkennung «Produzieren und Werken»

Büroneubau Li&Co AG Müstair

Bauherrschaft: Li&Co AG, Müstair
Architektur: Architectura la Chasa Andri + Zangerle SARL Müstair, Mals
Ingenieur: Jon Andre Könz Ing. Dipl ETH/SIA, Zernez
Holzbau: Foffa + Conrad SA, Müstair
 

Büroneubau Li&Co AG, Müstair_01.jpg

Die Inspirationen vom Engadiner Haus werden eindrucksvoll in der innen beleuchteten Form des Gebäudes sichtbar. So kommen das übergrosse Volumen und die grob verputzten schwarzen Aussenwände entsprechend zur Geltung, welche mit dem schwarzen Aussenboden fast verschmelzen. mehr

 

 


 

Anerkennung «Wohnen und Leben»

Umbau Stall "Plazza Pintgia" in ein Wohnhaus, Almens

Bauherrschaft: Christian Bachofen, Winterthur
Architektur: M. Gujan + C. Pally, Igis
Ingenieur: Placido Pérez, Bonaduz
Holzbau: Mark Holzbau, Scharans
 

Umbau Stall, Almens_01.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Die Vorgaben für den Umbau waren, ein Wohnhaus mit baubiologischen Ansprüchen und einer unabhängig von Fremdanbietern funktionierenden Haustechnik zu erstellen. Da sich die Ausblicke des Stalles einzig in zwei Richtungen beschränken, wurde ein stark introvertiertes Umbaukonzept entwickelt. Das Gebäude sollte seinen Charakter mittels einer speziellen Lichtführung und den absolut natürlichen Materialien erhalten. Deshalb kamen nur wenigen Materialien zum Einsatz: Vollholz in Fichte, Stampflehm, Glas, Stahl und gestrichenes Baumwollgewebe. mehr

 

 


 

PRIX LIGNUM 2012 - Region Ost

Der Prix Lignum 2012 zeichnet den besonders hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten aus. Dabei werden interessante, innovative, originelle und zukunftsweisende Auseinandersetzungen mit Holz gefördert und bekannt gemacht. In fünf Grossregionen der Schweiz wird jeweils ein 1., 2. und 3. Rang sowie eine begrenzte Anzahl Anerkennungen von einer unabhängigen regionalen Jury vergeben. Die Preisverleihung des PRIX LIGNUM 2012 Region Ost wurde zusammen mit der Preisverleihung des „Graubünden Holz Sonderpreis Holzhandwerk 2012“ bei der Holzwerkstoffe Gfeller AG in Landquart durchgeführt.

Allgemeine Bedingungen Prix Lignum.pdf

jurymitglieder_prixlignum2012.pdf

weitere Informationen auf: www.prixlignum.ch

 


 

1. Rang

Biblioteca Chasa Plaz, Ardez

Bauherrschaft: Dr. J. C. Arquint-Bonorand, Chur
Architektur: Men Duri Arquint, Chur/Ardez
Ingenieur: Jon Andrea Könz, Zernez
Holzbau: ruwa holzbau AG, Küblis
 

Biblioteca Chasa Plaz, Ardez_01.jpg

Foto: Heinrich Helfenstein, Zürich
Der Bedarf nach zusätzlichem Raum für Bücher stand am Anfang des Projektentwurfs und sollte entsprechend dem Wunsch der Bauherrschaft mittels präziser, fest eingebauter Büchereien in einem der bestehenden Zimmer im Haupthaus gelöst werden. mehr
 

 

 

 

 

 

 

 


 

2. Rang

Grand Resort Bad Ragaz

Bauherrschaft: Grand Resort Bad Ragaz AG, Bad Ragaz
Architektur: Smolenicky & Partner, Zürich
Ingenieur: WLW Bauingenieur AG, Mels
Holzbau: Blumer Lehmann AG, Gossau
 

Grand Resort_01.jpg

Foto: Roland Bernath und Walter Maier
Bei diesem Projekt handelt es sich um ein kontextuelles Projekt.
Das klassizistisch dominierte Grand Resort Bad Ragaz ist dabei die kulturelle Vorgabe. Das deckend weiss gestrichene Holz ist auch aus diesem Zusammenhang zu verstehen. Die strenge Monumentalität der historischen Bauten wird bei der Therme einerseits durch das Material Holz und anderseits durch die verspielte Formensprache konterkariert. Insgesammt wirkt dieses Bauwerk als pavillionartige Ferienarchitektur.
Das Baden wird als eine kultiverte Handlung zeleberit. mehr
 

 


 

3. Rang

Mehrfamilienhaus Müsli, Elm

Bauherrschaft: Marti AG Immobilien & Projektentwicklung, Matt
Architektur: Marti AG Architekten, Matt
Ingenieur: Marti AG Holzbau, Matt
Holzbau: Marti AG Holzbau, Matt
 

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Foto: Rasmus Norlander, Zürich
Das Wohnhaus am Dorfeingang von Elm umfasst sechs 4.5-Zi-Wohnungen und sechs 3.5-Zi-Wohnungen und eine Tiefgarage mit zwölf Autoabstellplätzen. Ein Teil der Wohnungen ist alters- und behindertengerecht.
Zentrales Element jeder Wohnung ist ein durchgehender, überhoher Wohnraum mit einem grossen Balkon an der Südfassade. Die geschossweise Versetzung des überhohen Wohnraumes führt zu einer verzahnten Schnittfigur, die im Dachgeschoss übersteigert als Sheddach zum Ausdruck kommt. Formal orientiert sich der Neubau an ähnlich grossen Fabrikgebäuden im Glarner Hinterland. mehr
 

 


 

Anerkennungen

Fischerhäuser, Romanshorn

Bauherrschaft: Denkmal Stiftung Thurgau, Schönenberg an der Thur
Architektur: Kurt Sonderegger, Arbon
 

Fischerhäuser Romanshorn_01.jpg

Foto: Lukas Fleischer, Weinfelden
Die «Denkmal Stiftung Thurgau» erwarb 2009 ein vernachlässigtes Doppelwohnhaus des späten 17. Jh., um es einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Restaurierung der geschützten Bohlenständerbauten erfolgte nach denkmalpflegerischen Kriterien und hatte zum Ziel die historische Bausubstanz in Stand zu stellen, aufzuwerten und mit einer zeitgemässen Infrastruktur zu versehen. mehr
 

 

 

Regionales Sportzentrum, Sargans

Bauherrschaft: Hochbauamt des Kanton St. Gallen
Architektur: blue architects & Ruprecht Architekten, St. Gallen
Ingenieur: Walt & Galmarini Ingenieure, Zürich
Holzbau: Blumer Lehmann AG, Gossau
 

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Foto: Roman Keller, Zürich

Die Regionale Sportanlage ist von Grund auf als Holzbau konzipiert. Die filigrane und leistungsfähige Vierfachturnhalle verbindet traditionelle Handwerkspraktiken mit zukunftsgerichteten Produktionsprozessen und macht Nachhaltigkeit einem breiten Publikum sinnlich erlebbar. mehr

 

 

Einbau Theaterraum «Zuoz Globe»

Bauherrschaft: Lyceum Alpinum Zuoz AG, Zuoz
Architektur: gasser, derungs Innenarchitekturen GmbH, Chur/Zürich
Ingenieur: Conzett Bronzini Gartmann AG, Chur
Holzbau: Salzgeber Holzbau, S-chanf
 

Zuoz Globe, Zuoz_01.jpg

Foto: Benjamin Hofer

Das Verwaltungsgebäude des “Lyceum Alpinum” in Zuoz, vom Architekten Nicolaus Hartmann um 1913 erbaut, ist ein wertvolles Zeugnis der Engadiner Architektur. Die Aufgabe, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schwimmbades einen permanenten Theaterraum mit 100 Plätzen einzubauen, war eine architektonische Herausforderung. Entstanden ist ein neuer, zeitgemässer und anregender Theaterraum, der alte Bauformen zitiert, insbesondere Shakespeares „Globe Theater“. mehr

 

 

 

Umbau Hotel Gasthaus Krone, La Punt-Chamues-ch

Bauherrschaft: Hotel Gasthaus Krone, La Punt-Chamues-ch AG
Architektur: Ruch & Partner Architekten AG, St. Moritz
Holzbau: Lehrwerkstatt für Schreiner, Samedan und Holzer & Bott AG, Zuoz
 

Umbau Hotel Krone, La Punt-Chamues-ch_03.jpg

Foto: Filippo Simonetti, I-22034 Brunate
Nach einer ersten Umbauetappe im Jahre 2002 wurde das Dach des Hotels im Jahre 2008 um circa einen Meter angehoben, was den Einbau von sechs weiteren Zimmern und einem Wellbeingbereich ermöglichte. Der beschränkte Lichteinfall von der Fassade her wurde durch das Einfügen von „Oblichtlaternen“ kompensiert, die einen grossen Tageslichteinfall ermöglichen und in denen sich ebenfalls unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen lassen. Im Zuge der Umbauarbeiten der Hotelzimmer wurde durchgehend heimisches Massivholz verwendet. mehr
 

 

 

Bäckerei Merz, Chur

Bauherrschaft:Merz Gruppe
Architektur: Clavuot dipl. Architekt ETH, Chur
Holzbau: Holzbau AG H.P. Tscharner, Schiers
 

Bäckerei Merz, Chur_01.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans
Das Gebäude steht auf einer mehrfach geknickten Parzelle in der Industriezone in Chur – an der Strasse zur Autobahneinfahrt. Die Bauten in der Umgebung sind durch typische Merkmale des kostengünstigen Industriebaues charakterisiert. Hätten wir eine ähnliche Sprache für den Neubau der Bäckerei gewählt, wäre der Eindruck der industriell vorgefertigten Produkte entstanden: eine falsche Assoziation. Die Bauform und die Materialwahl musste anders gewählt werden: Ausdruck von Handarbeit, Natürlichkeit und Offenheit, Qualität. mehr
 

 

 

Wohnhaus Curtgin, Vignogn

Bauherrschaft: Bettina und Jean-Michel Müller und Kunz, Zürich
Architektur: Graser Architekten AG, Zürich
Ingenieur: AG für Holzbauplanung, Zürich
Holzbau: Hecht Holzbau AG, Sursee
 

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Trotz der Grösse von 1'000 Kubikmeter und 280 m2 Bruttogeschossfläche berührt das Wohnhaus Curtgin die Grasfläche nur entlang einer Bleistift dünnen Linie, ohne sie zu verletzen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dorfkern gliedert sich das Haus unauffällig in die bestehende Bebauung ein. Die äussere Form erlaubt kaum Rückschlüsse auf die ungewöhnliche innere Organisation. mehr

 

 

 

Erweiterung Wohnhaus Bergfrieden, Saas im Prättigau

Architektur: Max Dudler Architekten AG, Zürich
Ingenieur: Ingenieurbüro Gudenrath, Niederurnen
Holzbau: Gebr. Möhr AG, Maienfeld
 

Haus Bergfrieden, Saas_03.jpg

Foto: Ralf Feiner, Malans

Das Chalet „Haus Bergfrieden“ ist ein in den 30er Jahren entstandener Rundstrickbau.
Um die ursprüngliche Form des Chalets wieder herzustellen wurde der bestehende, eher fremd wirkende Anbau durch einen eigenständigen Neubau ersetzt, der nur im Erdgeschoss durch einen Glasgang mit dem Altbau verbunden ist. mehr

 

 

 

Wohnhaus, Schwändi

Bauherrschaft: Thomas Gubler, Schwändi
Architektur: Hopf & Wirth Architekten ETH/HTL/SIA, Winterthur
Ingenieur: Holzbaubüro Reusser GmbH, Winterthur
Holzbau: Marti AG, Matt
 

Haus Schwändi_02.jpg

Foto: Hopf & Wirth Architekten, Winterthur

Das Gebäude steht als Erstatzneubau eines baufälligen Wohnhauses auf dem Gemeindegebiet von Schwändi, ausserhalb der Bauzone auf einem idyllischen Wiesenhang in Waldnähe. Das Gebäude ist freistehend mit Südostorientierung und traumhafter Aussicht. mehr

 

 

 

Chesa Lucius Rumedius, Madulain

Bauherrschaft: Maria und Johannes Etter, Thusis
Architektur: Christoph Sauter Architekten AG, St. Moritz
Holzbau: Salzgeber Holzbau, S-chanf
 

Auf Schwung unter einem Dach, Madulain_02.jpg

Foto: Beatrice Minda, D-10119 Berlin

Die Chesa Lucius Rumedius in Madulain ist ein typisches Engadiner Bauernhaus, das in seinen wesentlichen Teilen auf das Jahr 1654 zurückgeht. Den Besitzern, Maria und Johannes Etter, war es ein Anliegen, ihr Elternhaus ganzjährig bewohnt zu sehen. mehr