08.11.2013 - Ein Holzbau vertritt die Schweiz in Sotschi

Ein „Swiss Mobile House“ soll in den nächsten Jahren die Interessenwahrung der Schweiz bei internationalen Grossveranstaltungen unterstützen. Der innovative Holzbau wird unser Land erstmals an den Olympischen Winterspielen 2014 repräsentieren.

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Bild: © FDFA-GS, Presence Switzerland

Das «Swiss Mobile House»: Ein kreatives und nachhaltiges Gefäss zur Promotion der Schweiz im Ausland


Im Rahmen ihres Auftrags, der Imagewerbung im Ausland, hat die dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) angegliederte Organisation Präsenz Schweiz das Konzept eines «Swiss Mobile House» entwickelt. Das nachhaltige und mobile Gebäude soll in den nächsten Jahren die Interessenwahrung der Schweiz bei internationalen Grossveranstaltungen unterstützen. Dank der bewährten Architektur- und Designtradition der Schweiz können Präsenz Schweiz und ihre Partner Exponentinnen und Exponenten aus Wirtschaft, Sport, Wissenschaft und Kunst weltweit kreativ in Szene setzen. Der vom Architekturbüro Spillmann Echsle entwickelte Bau, der gänzlich in der Schweiz hergestellt wird, soll erstmals im Februar 2014 anlässlich der Olympischen Winterspiele in Sotschi eingesetzt werden.

Ob im Rahmen der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi und 2016 in Rio oder anlässlich der Weltausstellung in Mailand 2015: In den nächsten Jahren wird sich die Schweiz an zahlreichen internationalen Grossveranstaltungen präsentieren, um ihre Interessen gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit, den Medien und den Entscheidungsträgern zu vertreten. Deshalb hat Präsenz Schweiz beschlossen, als kreatives und flexibles mobiles Gefäss für die öffentliche Diplomatie ein «Swiss Mobile House» zu entwickeln, das mehrmals verwendet werden kann, um die Interessen der Schweiz auf kreative und flexible Art zu vertreten.

Das «Swiss Mobile House» besteht aus vier verschieden grossen Häusern mit einer Gesamtfläche von 730 m2. Damit kann die Schweiz ihre Kommunikation an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Gegebenheiten der Länder anpassen, in denen sie tätig ist. Die öffentlichen und privaten Partner von Präsenz Schweiz können sich so in Räumlichkeiten präsentieren, die je nach Veranstaltung unterschiedlich angeordnet werden können. Das mit 2 Millionen Franken budgetierte neue Kommunikationsinstrument soll es erlauben, die Stärken der Schweiz in ihren Interessenbereichen – von Wirtschaft über Politik und Wissenschaft bis hin zu Sport, Gastronomie und Kultur – zu präsentieren und zu vermarkten. «Dieses mobile Schweizer Haus ist ein wirkungsvolles und effizientes Gefäss, ein Symbol für das Image der Schweiz im Ausland», erklärt der Leiter von Präsenz Schweiz, Botschafter Nicolas Bideau, und fügt hinzu: «Mit diesem Haus können wir überall auf der Welt eine Minischweiz aufbauen. Die Herstellung einer Schweizer Atmosphäre im Ausland ist eines der besten Instrumente für die Vermarktung unseres Landes im Ausland.»

Mit der Wahl des Architekturbüros Spillmann Echsle aus Zürich, bekannt geworden durch den Entwurf für den Freitag-Turm im Kreis 5 in Zürich, will Präsenz Schweiz der Welt eine Attraktion bieten, die Tradition mit zeitgenössischer Schweizer Architektur und Design verbindet. Das «Swiss Mobile House» ist ein Komplex aus Holzhäusern, deren Bauweise von den Chalets des Alpenraums inspiriert ist. Die Silhouette evoziert jedoch die Modernität der zeitgenössischen Schweizer Architektur. Im «Swiss Mobile House» paart sich die Rationalität von Le Corbusier mit dem Funktionalismus von Max Bill, mit einem klaren Willen zur Ästhetik. Wie die Architektur orientiert sich auch die Konstruktionsweise des «Swiss Mobile House» an der nationalen Tradition. Alle Elemente wurden in der Schweiz konzipiert, wo auch die Unternehmen angesiedelt sind, die das Holz lieferten, und sämtliche Fertigungsschritte erfolgten in der Schweiz. Das Ergebnis zeugt von der Kompetenz der beteiligten Fachkräfte, die aus so verschiedenen Bereichen wie Ingenieurwesen, Zimmerei, Möbeldesign und Projektmanagement stammen. «Dieser Holzbau mit seinen einfachen, direkten Verzierungen verkörpert in idealer Weise die ehrgeizige Bescheidenheit, die den Werten unseres Landes entspricht», erklärt Nicolas Bideau.

Das «Swiss Mobile House» wird seine Reise an den Olympischen Winterspielen beginnen und vom 7. bis 23. Februar 2014 mitten im Olympischen Park in Sotschi Station machen. Anschliessend zieht ein Modul des Hauses in Richtung Italien, wo es vom 1. bis 10. Mai 2014 als Zentrum der Mailänder Etappe des Giro del Gusto fungieren wird. Darauf folgen Stationen in Rom und Turin. Die Kommunikationskampagne in Italien ist der erste Schritt des Schweizer Auftritts im Hinblick auf die Weltausstellung 2015 in Mailand, die dem Thema Ernährung gewidmet ist.

Weitere Informationen zum Swiss Mobile House finden Sie unter folgendem Link: www.houseofswitzerland.org/media-corner