24.08.2012 - Medienmitteilung / Top Holz - Hoch hinaus mit Holz - Ein System für den urbanen Städtebau

 

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MM_TopHolz_23-08-12.pdf

Hochhäuser aus Holz können schon bald Realität werden. Die Vorarlberger Firma Cree GmbH hat mit dem Life Cycle Tower in Dornbirn ein Vorzeigeobjekt nachhaltigen Bauens in Systembauweise erstellt. 

Dabei steht Holz im Hochbau für Effizienz, Flexibilität, reduzierten Lebenszykluskosten und einer hohen Werterhaltung von Gebäuden sowie für moderne, urbane Architektur. Die praktischen Erfahrungen, die Chancen die sich aus dem Systembau in Holz bieten und auch der Brandschutzaspekt der Systembauweise wurden anlässlich der von Graubünden Holz organisierten „Top Holz Veranstaltung“ am 23. August 2012 im Forum Ried Landquart aus erster Hand dargestellt.

 

Harald Professnervon der Cree GmbH zeigte zusammen mit dem Architekten Hermann Kaufmann auf, wie Holz den modernen Siedlungsbau nachhaltig verändern kann. Die Natur dient dabei als Vorbild. Hinter dem System steckt ein nachhaltig, bis ins Detail durchdachtes Holz-Hybridbausystem für mehrgeschossige Gebäude, das individuell gestaltet und in kürzester Zeit errichtet werden kann. Das mehrstöckige Gebäude besteht dabei hauptsächlich aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und nur nachranging aus Beton und kann mit einem drastisch reduzierten Aufwand von Ressourcen bei gleichzeitig sehr hoher Energieeffizienz des Gebäudes errichtet werden. Mit acht Stockwerken ist das Leuchtturmprojekt der „LCT one“ in Dornbirn/Vorarlberg von der Vision zur Realität geworden. Das Bürogebäude ist rund 27 Meter hoch und soll international Aufsehen erregen.

Präsentation Systembau mit Holz.pdf

 

Andrea Frangivom Institut für Baustatik und Konstruktion der ETHZ zeigte auf, dass zukünftig der Weg für mehrgeschossige Holzhochbauten von seiten der Brandschutzvorschriften offen stehen wird. Wie man sich denken kann, stellt der Brandschutz einen wesentlichen Aspekt der Genehmigungsfähigkeit von mehrstöckigen Gebäuden dar; erst recht wenn sie zu einem Grossteil aus Holz gebaut sind. Mit Realbrandversuchen konnten die Bauteile optimiert werden. Im Falle von Holz kann genau vorhergesagt werden, wie lange es den Flammen standhält – ein wesentlicher Vorteil gegenüber einem Stahlbetonbau, der irgendwann im Feuer versagt. Das Vorurteil ist zum Vorteil geworden und die angepassten Brandschutzvorschriften gepaart mit dem Know-how erfahrener Fachleute setzen heute Impulse für den Holzbau.

Präsentation zeitgemässer Brandschutz.pdf

 

Von den besten lernen

Mehr eigenes Holz verbauen und damit die Wertschätzung von Holz als Werkstoff sowie den Wissenstransfer und die Innovationskraft der einheimischen Holzwirtschaft fördern. Dies sind die Ziele von Graubünden Holz mit der neuen 10-Jahresstragie „Holz futuro 2022“. Eigentlich verfügt der Kanton Graubünden über Holz in rauhen Mengen. Doch in unseren Holzprodukten ist zu wenig Bündner Holz drin. Mit gezielten Veranstaltungen und einem Austausch über die eigene Region hinaus soll der Wissenstransfer gefördert werden. Den Zielen der 10-Jahresstrategie dient die heutige Top Holz Veranstaltung: wir wollen hoch hinaus mit Holz! Der alte Slogan „Holz isch heimalig“ stimmt zwar immer noch. Aber als Hauptargument für den Holzbau hat er ausgedient. Natürlich schafft Holz Wohlgefühl. Vor allem aber ist der Holzbau wirtschaftlich und ökologisch begründet. Er ist wertschöpfend und werterhaltend, er ermöglicht moderne Architektur - und das zunehmend auch in städtischen Räumen. Und gerade im urbanen Holzbau liegen weite, noch ungenutzte Potentiale für die vermehrte Nutzung unseres Rohstoffes Holz. Die Top Holz Veranstaltung zum Thema „Hoch hinaus mit Holz“ stellte die Vorarlberger Holzbaukunst ins Rampenlicht und bot die Möglichkeit, von den besten zu lernen.