12.01.2017 - Lignum-Dokumentation Brandschutz

Die Teilrevision 2016 der seit 1. Januar 2015 geltenden Brandschutzvorschriften verbessert das Zusammenspiel zwischen Bauproduktegesetzgebung und Brandschutzvorschriften. Bisher im Brandschutz bewährte Produkte, die einer harmonisierten Norm unterstehen, können unter Angabe der europäischen Klassifizierung weiterhin verwendet werden. Hauptanpassungen erfolgten in den VKF-Richtlinien ‹Baustoffe und Bauteile› sowie ‹Verwendung von Baustoffen›. Zudem wurden redaktionelle Anpassungen wie zum Beispiel Begriffspräzisierungen vorgenommen und diverse FAQs in die Brandschutzvorschriften integriert.
 
Die mit der Teilrevision eingeführten Änderungen betreffen die Holzanwendung nur geringfügig. Zum Beispiel werden EN-klassifizierte Baustoffe mit Brandverhalten der Klasse E wie etwa Holz-Faserdämmstoffe neu in die Brandverhaltensgruppe der RF3 (cr) zugeordnet. Im Fluchtwegbereich sind für einzelne lineare, tragende Bauteile Baustoffe der RF3 zulässig. Somit können einzelne lineare Holztragwerke sichtbar eingebaut werden. Hinterlüftete Fassaden an Gebäuden mittlerer Höhe müssen mit einer von der VKF anerkannten oder gleichwertigen Konstruktion ausgeführt werden, wenn die Aussenwandbekleidungen, Dämmstoffe oder flächige Schichten im Hinterlüftungsbereich aus brennbaren Baustoffen bestehen. Die konstruktiven Vorgaben können bereits heute der bekannten und bewährten Lignum-Publikation ‹Aussenwände – Konstruktion und Bekleidung› entnommen werden.
 
Die Lignum-Dokumentation Brandschutz bleibt weiterhin die verlässliche Leitlinie für die Holzanwendung. In Kürze stehen zwei neue  Publikationen als Teile der modular aufgebauten Dokumentation zur Verfügung. Die Publikation ‹Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen› dient als Planungshilfsmittel für Festlegungen der Brandschutzanforderungen an Tragwerke und brandabschnittsbildende Bauteile. Die für eine Holzanwendung wichtigen Brandschutz­anforderungen sind für Standardkonzepte dokumentiert. Die Publikation ‹Bauten in Holz – Verwendung von Baustoffen› dient als Planungshilfsmittel für die Materialisierung von Bauten, Ausbauten und Dächern in Holz. Anhand von Konstruktionslösungen werden die Anforderungen an das Brandverhalten der Baustoffe aufgezeigt.
 
In den neuen Publikationen der Lignum-Dokumentation Brandschutz sind die mit der Teilrevision der VKF-Brandschutzvorschriften neu eingeführten Änderungen bereits berücksichtigt. Sie bilden somit den Stand der Technik im Brandschutz für die Holzanwendung gemäss den seit 1. Januar 2017 geltenden VKF-Vorschriften ab. Beide Publikationen sind ab Ende Januar 2017 lieferbar und können ab sofort bestellt werden (www.lignum.ch > Shop).
 

 

 

Neu im Januar 2017

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1.1 Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen

 Autor: Reinhard Wiederkehr; Lignum, SIA; 2017, A4, s/w, 64 Seiten, Art.-Nr. 17021, Normalpreis CHF 35.– (Preis für Lignum-Mitglieder CHF 28.–)

Inhalt: Grundlagen, Flucht- und Rettungswege, Brandschutzabstände, Tragwerke und Brandabschnitte, Verwendung von Baustoffen, Standardkonzepte

 

Die Publikation 1.1 ‹Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen› zeigt die Möglichkeiten der Holzverwendung am Bau, wie sie sich durch die Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF (Ausgabe 2015, Stand 1.1.2017) ergeben. Die Publikation berücksichtigt die mit der Teilrevision der VKF-Brandschutzvorschriften 2016 eingeführten Änderungen und ist damit auf dem neusten Stand. Sie dient als Planungshilfsmittel für Festlegungen der Brandschutzanforderungen an Tragwerke und brandabschnittsbildende Bauteile. Die Neuerscheinung beinhaltet im weiteren die für die Holzanwendung wichtigsten Angaben im Hinblick auf Begriffe und Definitionen sowie die Verwendung von Baustoffen. Die Publikation ist von der VKF als ‹Stand der Technik›-Papier (STP) anerkannt. Zudem sind wesentliche Anforderungen an die Flucht- und Rettungswege beschrieben. Mit Übersichtstabellen können die für die Holzanwendung wichtigsten Anforderungen an den Feuerwiderstand für Tragwerke und Brandabschnitte festgelegt sowie die für den Entwurf wichtigsten Bedingungen für die Verwendung von Baustoffen definiert werden. Auf Doppelseiten sind für bestimmte Nutzungen und Gebäudearten die wichtigsten Brandschutzanforderungen dargestellt.

 

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1.2 Bauten in Holz – Verwendung von Baustoffen

Autoren: Bernhard Furrer, Reinhard Wiederkehr; Lignum, SIA; 2017, A4, s/w, 52 Seiten,

Art.-Nr. 17022, Normalpreis CHF 35.– (Preis für Lignum-Mitglieder CHF 28.–)

Inhalt: Klassifikation von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen, Gebäudeausbau, Aussenwandkonstruktionen, Dachkonstruktionen, Gebäudetechnik

 

Die Publikation 1.2 ‹Bauten in Holz – Verwendung von Baustoffen› zeigt die Möglichkeiten der Holzverwendung am Bau, wie sie sich durch die Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF (Ausgabe 2015, Stand 1.1.2017) ergeben. Die Publikationen berücksichtigt die mit der Teilrevision der VKF-Brandschutzvorschriften 2016 eingeführten Änderungen und ist damit auf dem neusten Stand. Sie dient als Planungshilfsmittel für die Materialisierung von Bauten, Ausbauten und Dächern in Holz. Die Neuerscheinung beinhaltet Angaben zur Klassifikation von Baustoffen und gibt die wichtigsten Anforderungen der Brandschutzrichtlinie ‹Verwendung von Baustoffen› wieder. Anhand von Konstruktionslösungen werden die Anforderungen an das Brandverhalten der Baustoffe aufgezeigt. Die Publikation ist von der VKF als ‹Stand der Technik›-Papier (STP) anerkannt. Zudem sind die für die Holzanwendung wichtigsten und von der VKF allgemein anerkannten Baustoffe mit Zuordnung zu den Brandverhaltensgruppen festgehalten. Für Gebäude geringer und mittlerer Höhe sowie für Hochhäuser werden die Anforderungen an das Brandverhalten der Baustoffe für den Gebäudeausbau bei Innenwänden, Decken, Aussenwänden, Dächern und Treppenkonstruktionen sowie für die Gebäudehülle bei Aussenwandbekleidungssystemen und Bedachungen anhand brandschutztechnisch bewährter Konstruktionen aufgezeigt.

 


Lignum, Holzwirtschaft Schweizist die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Sie vereinigt sämtliche wichtigen Verbände und Organisationen der Holzkette, Institutionen aus Forschung und Lehre, öffentliche Körperschaften sowie eine grosse Zahl von Architekten und Ingenieuren. Dazu treten zwei Dutzend regionale Arbeitsgemeinschaften. Lignum vertritt in allen Landesteilen der Schweiz eine Branche mit rund 80‘000 Arbeitsplätzen von der Waldwirtschaft über Sägerei und Holzwerkstoffproduktion, Handel, Zimmerei, Schreinerei und Möbelproduktion bis zum Endverbraucher von Holz.

In der Lignum zusammengeschlossene Verbände und Organisationen:
WaldSchweiz – Verband der Waldeigentümer / HIS Holzindustrie Schweiz / Holzbau Schweiz / VSSM Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten / HWS Holzwerkstoffe Schweiz / FRECEM Fédération Romande des Entreprises de Charpenterie, d‘Ébénisterie et de Menuiserie

BWB Berner Waldbesitzer / FUS Forstunternehmer Schweiz / ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie / SFV Schweizerischer Furnier-Verband / ste – Swiss Timber Engineers / VGQ Schweizerischer Verband für geprüfte Qualitätshäuser / VSH Verband Schweizerischer Hobelwerke

 

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Michael Meuter
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